Sobald die Bodentemperatur auf 5-7°C ansteigt kommt es zu einer Steigerung der Zeckenaktivität d.h. spätestens im Frühjahr, wenn die Temperaturen ansteigen, erfreut sich nicht nur Mensch und Haustier an der Sonne sondern auch Flöhe, Zecken und andere Plagegeister erwachen zu neuem Leben.

Flöhe

Flöhe saugen Blut und scheiden das Blut in Form des Flohkotes aus. Nach seiner ersten Blutmahlzeit beginnt das Flohweibchen mit der Eiablage und kommt im Laufe ihres Lebens auf etwa 2000 Eier. Diese Eier bleiben aber nicht am Haustier sondern fallen vom Wirtstier und entwickeln sich in dessen Umgebung. Die Spitze des Eisberges ist der Flohbefall den sie in der Form des Flohkotes am Tier sehen. Die restlichen Flöhe entwickeln sich in der Umgebung des Tieres, besonders gut bei Wärme, Feuchtigkeit in Hundebetten, Teppichen, Polstermöbeln, etc. Flöhe gehören zu den häufigsten Verursachern von Hautkrankheiten bei Hunden und Katzen. Durch den Flohstich kann es zu stark juckenden Entzündungen kommen. Flöhe übertragen beim saugen zusätzlich noch Bandwürmer (Dipylidium caninum) und andere zoonotische Parasiten. Spot On Präparate alle 4-8 Wochen schützen wirksam gegen einen Neubefall mit Flöhen. Hat ein Tier Flöhe muss unbedingt die Umgebung mit behandelt werden d.h.: Decken, etc. heiß waschen, Teppiche und Polstermöbel absaugen (Flohspray oder Puder in den Staubsack geben). In schlimmen Fällen kann die Anwendung von Vernebelungsautomaten notwendig werden.

 

Zecken

Zecken werden aktiv, wenn die Bodentemperatur auf 5 bis 7 °C ansteigt. Da sie sich optimal bei Temperaturen zwischen 17 – 20 °C oder einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 – 95 % entwickeln kommt es meist im Frühjahr und im Herbst zu den Höhepunkten der Zeckenplage. Milde Winter begünstigen die Vermehrung. Neben Juckreiz und Schwellung an der Stichstelle und dem Blutverlust durch den Saugakt (ein Zeckenweibchen kann bis zu einem halben Milliliter Blut pro Tag saugen) liegt die eigentliche Gefahr der Zecken in der Übertragung gefährlicher Krankheiten wie Borreliose, Babesiose und Ehrlichiose. Bei der Borreliose kommt es zu Fieber, Lahmheiten und Schwellungen der Gelenke. Babesiose und Ehrlichiose sind durch Zecken übertragenen Erkrankungen, die früher nur in südlichen Ländern zu finden waren, jetzt aber auch bei uns immer häufiger vorkommen. Babesiose führt zu Fieber und Anämie, häufig ist dunkler/roter Harn als Symptom zu finden. Ehrlichiose zeigt sich sehr unterschiedlich: Blutungen können genauso auftreten wie Gelenksentzündungen. Absuchen der Tiere nach Zecken schützt die Tiere, da der Zecke weniger Zeit zum Übertragen von Krankheitserrreger bleibt. Zecken die sich bereits angesaugt haben werden mit einer Pinzette oder Zeckenzange heraus gezogen oder gedreht. Spot-On Präparate helfen wirksam gegen Zecken und bieten meist für etwa einen Monat einen Schutz.

 

Milben

Milben sind sie mit freiem Auge nicht zu erkennen. Ohrmilben (Otodectes) kommen bei allen Hunden und Katzen vor und leben im äußern Gehörgang Dort verursachen sie heftigen Juckreiz. Typisch ist, neben Kratzen und Kopfschütteln, der hochgradige braune bis schwarze Ohrenschmalz. Räudemilben (Sarcoptes) leben in den oberen Hautschichten und verursachen Haarausfall, Krusten und heftigen Juckreiz am ganzen Körper. Zu Beginn kommt es zu Schuppenbildung im Kopfbereich, die sich immer weiter ausbreitet. Da diese Milbe u.a. auch bei Füchsen vorkommt sind, Jagdhunde besonders häufig betroffen. Grabmilben (Notoedres) führen zur sog. Kopfräude, bei der der Juckreiz anfangs v.a. den Kopf betrifft und sich langsam immer weiter ausbreitet. typisch sind die schuppigen Ohrränder. Ohrmilben, Räudemilben, und Grabmilben können bei engem Kontakt auch auf den Menschen übergehen. Dort verursachen sie meist juckende Papeln. Haaarbalgmilben (Demodex) leben in den Haarfollikeln, häufig auch bei gesunden Tieren. Sie sind streng wirtsspezifisch, d.h. eine Übertragung zwischen Hund und Katze oder auf den Menschen ist nicht möglich. Sie können lokal (meist an Kopf oder Pfoten) zu Haarlosigkeit führen, aber auch (besonders bei geschwächtem Immunsystem) zu Hautentzündungen mit Juckreiz am ganzen Körper führen. Herbstgrasmilben sind eigentlich Bodenbewohner. Die Larven (3 Beinpaare) jedoch leben für einige Tage parasitär und befallen dann neben Kleinsäugern auch Hund, Katze, Kaninchen und den Menschen. Bei starkem Befall sind gelblich-orange Beläge zu finden. Die Larven ritzen die Haut an und saugen mit Speichel aufgelöstes Gewebe auf, was zu massivem Juckreiz führt.

 

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